Wirtschaft

Betrachtet man die Wirtschaft der Azoren näher, wird der Blick sofort auf die natürlichen Ressourcen gelenkt, welche der Bevölkerung als größte Einnahmequelle dienen. Man lebt vor allem vom Fischfang, der Landwirtschaft, aber auch vom Tourismus.

Landwirtschaft

Über die Hälfte aller auf den Azoren lebenden Menschen bestreitet ihren Lebensunterhalt mit der Landwirtschaft. Vor allem Viehwirtschaft und Milchwirtschaft werden betrieben und sind selbstverständlich zur Versorgung der Inselbewohner ein Muss. In den letzten Jahren hat die Rindfleischerzeugung so weit zugenommen, dass der Überschuss sogar ans Festland nach Portugal und in die USA exportiert wird. Gleichzeitig hat die Zahl der Milchbauern auf den Azoren abgenommen. Dennoch besteht auch bei der Milchproduktion ein Überschuss, der lukrativ exportiert werden kann. Außerdem werden vor allem Mais, Süßkartoffeln und Yam angebaut. Auch Ananasplantagen, Tabak, Tee und Zucker sind reichlich vorhanden. Hier, wie auch beim Weinanbau kann man allerdings sagen, dass diese hauptsächlich dem Konsum auf der Insel dienen.

Von der Wirtschaft und deren Begebenheiten bekommen Touristen auf den Azoren relativ viel mit. Schreitet man durch die Landschaft, fallen einem grasende Kühe auf, welche der Viehwirtschaft und der Milchwirtschaft dienen. Typisch für die Azoren ist der selbst hergestellte Käse, sowie einige zubereitete Fleischgerichte, die eine Freude für den Gaumen sind, allen voran Gerichte, bei welchen man auf traditionelles Rindfleisch zurückgreift.

Fischerei

In der Fischerei ist vor allem Thunfisch von Bedeutung. Fischereiflotten und Konservenfabriken spielen für die Wirtschaft der Azoren eine wichtige Rolle. Andere Fischarten werden hauptsächlich für den Konsum direkt auf den Azoren gefangen und nicht exportiert. Bevor der Walfang von europäischen und internationalen Richtlinien stark eingeschränkt wurde, hatte er auf den Azoren ebenfalls mit wirtschaftlichem Erfolg stattgefunden. Heute spielen die Wale eher im Tourismus, beim beliebten Whale Watching, eine Rolle.

Tourismus

Mit dem Tourismus entstand auf den Azoren ein florierender Wirtschaftszweig, der nicht mehr wegzudenken ist. Das Archipel ist vor allem für seinen sanften Tourismus bekannt, denn hier kann man noch die unberührte Natur erleben, in kleineren Hotels und individuellen Reisen. So locken die Azoren Liebhaber der Ruhe und Entspannung, aber auch Wanderer, Biker und Reiter an.

Für Touristen interessanter ist neben den schönen Landschaftsbildern, welche die Felder bilden, das Bestehen von Geschäften. Auch hierin sehen viele Menschen ein großes Potenzial. Touristen greifen gerne auf Geschäfte, Restaurants und Cafés zurück. Und eben dies wird ihnen auf den Azoren auch geboten. Den meisten kommt es zu Gute, dass die Verkäufer und Ladenbesitzer hier frei wählen können, wie sie ihre Öffnungszeiten gestalten möchten. Da kann es mitunter schon mal vorkommen, dass die meisten Geschäfte größerer Städte bis spät in den Abend geöffnet haben. Auch der Einkauf am Sonntag stellt auf den Azoren keine Seltenheit dar.

 

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